Fink & Bliese: Motoren- & EnergietechnikFink & Bliese: Motoren- & Energietechnik - Glossar Z

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Fink & Bliese Glossar

Laufbuchse

Meistens werden Motorblöcke (Zylinderkurbelgehäuse; ZKG) aus Aluminium- oder Eisenguss hergestellt, in seltenen Anwendungen auch als Magnesium-Aluminium Verbundkonstruktionen. Nicht immer läuft der Kolben direkt im Motorblockmaterial, weil das Material der Zylinderinnenfläche höhere tribologische Ansprüche erfüllen muss und ein kompletter Motorblock aus diesem Material zu teuer, zu schwer oder zu aufwändig zu bearbeiten wäre. Aus diesem Grund wird oft eine Zylinderlaufbuchse (engl. cylinder liner) eingebaut. Die innere Oberfläche dieser Laufbuchse wird meist nach dem Einbau (bei „nassen“ Zylinderlaufbuchsen schon vor dem Einbau) nachgebohrt und durch Honen feinbearbeitet. Hierdurch wird die vom Hersteller geforderte geometrische Form und die Oberflächenrauhigkeit gewährleistet, um die geforderten technischen und ökologischen Eigenschaften (was vor allem den Ölverbrauch betrifft) zu erfüllen.

Bewährt haben sich für Zylinderlaufbuchsen Werkstoffe aus Gusseisen oder Aluminiumlegierungen (meist mit Silizium), aber gelegentlich wird auch Stahl eingesetzt. Je nach Einbauart in den Motorblock unterscheidet man „nasse“ und „trockene“ Laufbuchsen.

Nasse Buchsen: Nasse Buchsen werden in das Kurbelgehäuse in dafür entsprechend bearbeitete Aufnahmen eingeschoben (so genannte slip-fit). Der Wassermantel um die Zylinder herum wird zwischen dem Kurbelgehäuseguss und der Buchse gebildet.

Trockene Buchsen: Trockene Buchsen werden in das Kurbelgehäuse eingepresst, eingeschrumpft oder eingegossen. Das Einpressen oder Einschrumpfen erfolgt in das Kurbelgehäusegussteil. Für das Eingießen werden Buchsen in die Gießform des Kurbelgehäuses eingelegt und mit der Al-Legierungsschmelze umgossen.

Zahnriemen (Belt timing)

Zahnriemen: Riemen aus Gummi oder Kunststoff mit “Zähnen”
Einsatz: – Übertragung von großen Riemenkräften, bei denen Flachriemen “durchrutschen” würden (Ersatz für Kettenantriebe) – Überwiegender Einsatz zum Antrieb von Nockenwellen

Zündkerze (spark plug)

Bei Ottomotoren wird im Brennraum durch die elektroden auf der Zündkerze der Zündfunke erzeugt. Sie gibt die gelieferte elektrische Energie sofort an das Luft-Kraftstoff-Gemisch ab, damit die Gemischfremdzündung erreicht wird.

Zylinderkopf ( cylinder head )

Bild Zylinderkopf ( cylinder head )Der Zylinderkopf schließt den Verbrennungsraum eines Verbrennungsmotors nach oben ab. Die Bezeichnung „oben“ ist hierbei aus Sicht des oszillierenden Kolbens zu verstehen. Auch bei Boxermotoren sowie bei Motoren, die hängend eingebaut sind (wie Flugzeugmotoren), spricht man daher von einem Zylinderkopf, obwohl dieser hier räumlich nicht „oben“ liegt. Bei allen Viertaktmotoren beherbergt er die Ein- und Auslasskanäle nebst der Ventilsteuerung für die Gaswechselvorgänge, Ölkanäle für die Schmierung des Ventiltriebs und bei wassergekühlten Motoren auch Kühlmittelkanäle, bei Ottomotoren die Zündkerzen, bei Otto-Direkteinspritzern auch die Einspritzventile beziehungsweise bei Dieselmotoren die Einspritzdüsen und die Glühkerzen. Durch die komplizierte Herstellung gehört der Zylinderkopf neben dem Motorblock zu den aufwändigsten und teuersten Teilen eines Fahrzeugs.

Zylinderkopfdichtsatz ( head gasket set )

Ein Zylinderkopfdichtsatz enthält alle Dichtungen die nötig sind, um einen Zylinderkopf nach der Reparatur wieder zu montieren.

Zylinderkopfschraube (head bolt)

Zylinderkopfschrauben stellen eine betriebssichere Verbindung zwischen Zylinderkopf, Zylinderkopfdichtung und Kurbelgehäuse her. Dabei sollen vor allem geringe, gleichmäßige Bauteilbeanspruchungen und Dichtheit gegen Verbrennungsgase, Schmiermittel und Kühlmittel erreicht werden. Im Gegensatz zu früher ( bis zu zweimaliges Nachziehen zum Ausgleich von Setzvorgängen), ist die Zylinderkopfverbindung heute nachzugsfrei. Möglich wurde dies u.a. durch den Einsatz von hochelastizitären Dehnschaft- oder Gewindeschrauben. Außerdem ermöglichen eingeengte Toleranzen der Zugfestigkeit und des Reibungsverhaltens, setzarmen Zylinderkopfdichtungen und ein Verschraubungsverfahren mit niederiger Streuung der Vorspannkraft dieses.

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